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Zeugen der Schwerter Hansezeit

Ein Haifisch, das Calvin-Haus, das Ruhrtalmuseum und der Altar der St. Viktor-Kirche. All das sind Spuren der hanseatischen Vergangenheit der Stadt, die noch heute tagtäglich Zeugnis von der einzigartigen wirtschaftlichen wie kulturellen Blütezeit geben, die Schwerte ab Mitte des 14. Jahrhunderts und bis Ende des 16. Jahrhunderts erleben durfte.

 

Der Goldene Schnitzaltar in der St. Viktor-Kirche wurde erstmals zum Osterfest 1523 aufgestellt. Es handelt sich um eine Spezialanfertigung der berühmten Antwerpener Lukasgilde. Der wandelbare religiöse Kunstschatz besteht aus fast 500 geschnitzten, teilweise vergoldeten Figuren und mehr als siebzig Einzelgemälden.

 

Das ehemalige Stadtweinhaus heute Calvin-Haus wurde im späten 14. Jahrhundert erbaut und könnte das erste Rathaus der Stadt gewesen sein. Schwerte erhielt im Jahre 1397 die vollen Stadtrechte von Graf Dietrich I. von der Mark zugesprochen. Es ist anzunehmen, dass die Bürger der Ruhrstadt sich dann möglichst schnell ein repräsentatives Rathaus bauen wollten. Das Gebäude wurde im Jahre 1654 zur reformierten Kirche umgebaut und 1945 durch einen direkten Treffer während eines Bombenangriffs fast vollständig zerstört. Seit 1955 wird es wieder von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt.

 

Durch den aufgrund der regen Handelsaktivität im Hansebund stetig wachsenden Reichtum der Stadt im 15. Jahrhundert war es möglich Mitte des 16. Jahrhunderts mit dem Bau eines neuen Rathauses zu beginnen: das heutige Alte Rathaus.

Zu jener Zeit befand sich der Marktplatz vor der repräsentativen Längsseite des Rathauses, also mitten auf der heutigen Brückstraße. Hier kreuzten sich die zwei Hauptstraßen, die zu den vier Stadttoren führten: Hüsing- und Brückstraße, Kleine und Große Marktstraße. Das spätgotische Gebäude mit Stufengiebel und der von neun Spitzbögen gesäumten offenen Halle im Erdgeschoss diente im Laufe der Jahrhunderte nicht nur als Rathaus, sondern auch unzähligen anderen Zwecken: Gericht, Schulzimmer, Kornhalle, Gefängnis, Wohnung von Polizisten und Gefängniswärtern, Privatwohnung, Stadtarchiv, Bürgersaal, Baubüro, Meldeamt, Volksbücherei und noch einige mehr.

 

Seit nunmehr fast achtzig Jahren ist das Ruhrtalmuseum in den Räumen des Alten Rathauses untergebracht.

 

Schwerter Hansekaufleute brachten den Haifisch vermutlich von einer ihrer Geschäftsreisen an der Nord- und Ostsee mit. So wie bei dem mumifizierten Haifisch im Bregenzer Torbogen könnte es sich auch hier um eine Art Talisman handeln, der Unheil von der Stadt fernhalten sollte. Der Heringshai wurde erst jahrhundertelang in der Viktorkirche aufbewahrt und spätestens im frühen 20. Jahrhundert ins Alten Rathaus gebracht. Heute hängt das etwa 500 Jahre alte Meerestier an der Decke des Hansezimmers.

 

Hanseverein Schwerte, Januar 2012

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