Bebauungspläne in Schwerte

Bebauungsplan Nr. 166 "Wannebachstraße", 1. Änderung

In seiner Sitzung am 18.05.2022 hat der Ausschuss für Planen, Bauen und Wohnen des Rates der Stadt Schwerte beschlossen, die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 166 „Wannebachstraße“ gemäß § 3 Abs. 2 BauGB einschließlich Begründung für die Dauer eines Monats, mindestens jedoch für die Dauer von 30 Tagen, öffentlich auszulegen.

Die Offenlage des Bebauungsplans Nr. 166, 1. Änderung „Wannebachstraße“ der Stadt Schwerte erfolgte gem. § 3 Abs. 2 BauGB in Verbindung mit §§ 2 und 3 des Planungssicherstellungsgesetzes (PlanSiG) vom 28.05.2020 (BGBl. I S. 1041) durch eine Veröffentlichung über das Beteiligungsportal der Stadt Schwerte im Zeitraum vom 13.07.2022 bis zum 11.08.2022.

Während der Auslegungsfrist konnten Stellungnahmen z.B. schriftlich, elektronisch oder in Ausnahmefällen nach Terminvereinbarung auch zur Niederschrift im Planungsamt, Rathaus I vorgebracht werden.

Bereits zu Anfang der 2000er Jahre wurde zwischen Wannebachstraße und Bundesautobahn BAB 1 nord-östlich des Westhofener Kreuzes ein Gewerbegebiet geplant. Im anlässlich dessen aufgestellten, seit dem Jahr 2003 rechtswirksamen Bebauungsplan Nr. 166 „Wannebachstraße“ war jedoch noch eine dort ehem. zu erwartende Höchstspannungsfreileitung berücksichtigt. Aufgrund eines letztinstanzlichen Urteils realisiert der zuständige Übertragungsnetzbetreiber die Leitung nun außerhalb des Gebiets der Stadt Schwerte, sodass im geplanten Gewerbegebiet keine Trasse freizuhalten ist. Aufgrund dessen können der Zuschnitt des Gewerbebaulands sowie die verkehrliche Erschließung gegenüber der dem rechtswirksamen Bebauungsplan zugrundeliegenden Planung optimiert werden. 

Über die Wannebachstraße (L 672), die Hagener Straße (L 673) und die Ruhrtalstraße (L 675) ist die Anschlussstelle Schwerte-Ergste der Bundesautobahn A1 in ca. 6,6 km Entfernung erreichbar. Der nächstgelegene Haltepunkt des Schienenpersonennahverkehrs ist der Bahnhof Schwerte in ca. 2,0 km Entfernung. Nächstgelegener Bushaltepunkt ist der Haltepunkt Zum Prinzenwäldchen in ca. 400 m Entfernung.

Das Areal für das geplante Gewerbegebiet liegt nordöstlich von Westhofen bzw. südwestlich von Rosen und umfasst im Wesentlichen mehrere im Eigentum der Stadt Schwerte befindliche Grundstücke. Als Erschließungsträger für das geplante Gewerbegebiet fungiert die TechnoPark und Wirtschaftsförderung Schwerte GmbH. Anschließend soll eine Vermarktung sowohl an einheimische als auch auswärtige Gewerbebetriebe erfolgen. Von deren Seite besteht eine erhebliche Nachfrage über das baureife Gewerbebauland hinaus. Insofern bietet sich mit der nunmehr möglichen optimierten Planung eine günstige Gelegenheit für einen Beitrag zur teilweisen Befriedigung dieser Nachfrage. Die vorliegende Bauleitplanung soll die planungsrechtlichen Grundlagen für das Angebot zusätzlicher gewerblicher Bauflächen schaffen.

Überwiegend wird die Fläche ackerbaulich genutzt. Mittig verläuft in Ost-West-Richtung eine Sommerlindenallee, an der sich im Osten eine Mobilfunkanlage und im Westen eine Gasstation befinden. Weiterer, teilweise dichter Gehölzbestand befindet sich entlang der Bundesautobahn BAB 1 sowie der Wannebachstraße. Nordöstlich der Wannebachstraße befinden sich kleinere Weideflächen sowie im Weiteren die Wohnbebauung Holzen-Rosens. Wie im Ursprungsbebauungsplan wird weiterhin davon ausgegangen, dass eine Versickerung des Dachflächenwassers wegen der geringen Durchlässigkeit des Bodens im Plangebiet nicht möglich ist. Im Bebauungsplan werden öffentliche und private Grünflächen festgesetzt. Die öffentlichen und privaten Grünflächen werden zum Teil mit Flächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft sowie mit Flächen zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen überlagert.

Bei der Lindenallee handelt es sich um eine ca. 210 m lange Allee aus Sommerlinden, die als isoliertes Teilstück östlich der Autobahn A1 liegt und sich westlich der Autobahn weiter fortsetzt. Der zwischen den Baumreihen vorhandene Feldweg ist asphaltiert und dient ausschließlich der Erschließung der im Norden und Süden angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen. Für den sonstigen Verkehr oder als Fuß- und Radweg wird die Allee nicht genutzt. Im Zuge der Querung der Lindenallee durch die Erschließungsstraße wird der vorhandene wertvolle Baumbestand einschließlich der Höhlenbäume, der sich vor allem im östlichen Bereich der Allee befindet, nicht in Anspruch genommen.