Glasfasertainment Internet — Jetzt die eigene Wunschdomain sichern!
Bild aus Schwerte
VeranstaltungenVeranstaltungen TouristikTouristik StadtplanStadtplan FreemailFreemail SucheSuche DruckenDrucken

Ihre Einstellungen
Schrift
Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen Schrift vergrößern
Kontrast
Ansicht mit hohem Kontrast Standardansicht 


Route der Industriekultur

Das ehemalige Eisenbahnausbesserungswerk in Schwerte-Ost (Emil-Rohrmann-Straße)

Die Stadt Schwerte, die erst mit Verspätung (1867) Anschluß an das Eisenbahnnetz erhielt, wurde nach 1870 ein Eisenbahnknotenpunkt. Von hier gab es direkte Verbindungen nach Holzwickede und Arnsberg, später zusätzlich nach Dortmund und Iserlohn. Mit der Eisenbahn kam die Industrie nach Schwerte, eisen- und metallverarbeitende Betriebe siedelten sich in der Stadt an. Auch die Reichsbahn selbst wählte Schwerte als Standort für ihre neue Lokomotikwerkstatt. Diese war notwendig geworden, da das ständig steigende Personen- und Frachtaufkommen die Dampflokomotiven überlastete und damit auch reparaturanfälliger machte.

 

Mit dem Bau der Schwerter Lokomotivwerkstatt wurde 1914 begonnen. Wegen des ersten Weltkriegs konnten jedoch die Arbeiten erst 1922 abgeschlossen werden. Neben den Betriebsanlagen, deren Kernstück zwei große Hallen für die Lokomotiv- und Kesselausbesserung waren, wurden sanitäre und medizinische Einrichtungen für die Belegschaft gebaut. So gab es Massage- und Bestrahlungsräume und eine Badeanstalt, in der die Arbeiter einfache Reinigungsbäder, aber auch medizinische Bäder nehmen konnten.

 

Für die aus dem Ruhrgebiet angeworbenen Facharbeiter und die vorwiegend aus Posen und Westpreußen stammenden Arbeitskräfte sowie deren Familien wurde angrenzend an das Ausbesserungswerk die Kreinberg-Siedlung errichtet. Zu den relativ geräumigen Wohnungen gehörte jeweils ein Stall und bis zu 300 qm Gartenland. Auch Ledigenheime wurden gebaut.

 

Bis in die sechziger Jahre blieb Schwerte eines der bedeutendsten Ausbesserungswerke für Dampflokomotiven. Als die Bundesbahn auf Diesel- und Elektrolokomotiven umstellte, wurde die Reparatur der Dampflokomotiven überflüssig und 1967 eingestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in dem Schwerter Werk über 43 000 Lokomotiven instandgesetzt worden.

 

Noch bis 1986 wurden in dem Betrieb Tiefladewagen gewartet und Fahrzeugteile angefertigt oder umgearbeitet.

 

 

* (Quelle: "route industriekultur", Sole, Dampf und Kohle, Industriekultur im Kreis Unna, 1. Auflage 1999, Hrsg. Kommunalverband Ruhrgebiet, Essen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Industriekultur e.V., Duisburg)


NACH OBEN nach oben

Eisenbahnausbesserungswerk

Glasfasertainment Internet — Jetzt die eigene Wunschdomain sichern!
PROMOLIGHTStadtwerke SchwerteWLAN-Stadtnetz HotSpot SchwerteGlasfasertainment — einfach schnell faszinierend