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Franz Schwieder war vielen Menschen in Schwerte als Postbote bekannt. Zwischen 1959 und 1996 hielt der leidenschaftliche Hobbyfotograf mit seiner Kamera das Leben in der Stadt fest. Straßen, Geschäfte, Gebäude und Alltagsszenen finden sich in seiner Sammlung von rund 14.000 Dias. Besonders bemerkenswert ist, dass Schwieder zu jeder Aufnahme das Datum und eine Bildbeschreibung handschriftlich in einem Registerbuch festhielt. Auch dieses Buch ist in der Ausstellung zu sehen.
"Fotografisches Gedächtnis unserer Stadt"
Bei der Eröffnung betonten Stadtarchivleiterin Beate Schwietz und Andrea Reinecke von der Stadtbücherei den historischen Wert der Sammlung. Bürgermeister Dimitrios Axourgos würdigte in seinem Grußwort die Bedeutung der Fotografien: „Franz Schwieder hat uns mit seinen Fotografien ein Stück Stadtgeschichte hinterlassen. Seine Sammlung ist ein fotografisches Gedächtnis unserer Stadt, das uns heute zeigt, wie die Menschen früher hier gelebt haben.“
Für einen besonders persönlichen Moment sorgte Petra Schwieder, die Tochter des Fotografen. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten und sagte: „Mein Vater wäre sehr stolz, wenn er wüsste, dass seine Bilder nun hier in Schwerte ausgestellt werden.“
Anschließend ließ Uwe Fuhrmann, ehemaliger Tourismusbeauftragter der Stadt, anhand historischer Aufnahmen auf großen Roll-up-Bannern Erinnerungen an das frühere Schwerte aufleben. Dabei erzählte er unter anderem von den einstigen Tante-Emma-Läden, Metzgereien und Bäckereien. Danach führte er die Gäste durch die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Ausstellung, die sich über mehrere Bereiche der Stadtbücherei erstreckt.
Noch bis zum 30.01.2027
Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt von Stadtarchiv und Stadtbücherei im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb Schwerte (KuWeBe). Seit September 2025 wird an der Sicherung der Diasammlung gearbeitet, wobei inzwischen rund 4.000 Aufnahmen hochauflösend digitalisiert werden konnten. Unterstützt wurde das Projekt durch die Sparkassenstiftung, den Heimatverein Schwerte sowie ehrenamtliches Engagement, insbesondere von Dr. Andreas Acktun.
Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Januar 2027 während der regulären Öffnungszeiten der Stadtbücherei Schwerte zu sehen.