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Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wirtschaftliche Entwicklung, der Strukturwandel und die Smart-City-Strategie der Stadt Schwerte. Bürgermeister Axourgos stellte zunächst die Entwicklung des ehemaligen Hoesch-Geländes vor, das die Stadt 2021 erworben hatte. Auf dem rund 240.000 Quadratmeter großen Areal konnten Arbeitsplätze gesichert und neue Unternehmen angesiedelt werden. Mit dem kürzlich unterzeichneten Kaufvertrag für das Gelände der ehemaligen Deutschen Nickel will die Stadt diesen Weg fortsetzen. Auch TWS-Geschäftsführer Christoph Gutzeit und Prokurist Jens Ewald erläuterten die wirtschaftlichen Perspektiven des Standorts.
Digitalisierungsprojekte
Anschließend stellte Tristan Richter, Leiter des Büros Smart City, die Schwerter Digitalisierungsprojekte und die interkommunale Zusammenarbeit im Rahmen von DOS 2030 und der Smart Region Kreis Unna vor. Anhand konkreter Beispiele, etwa Sensoren zur Überwachung des Füllstands von Abfallbehältern oder zur Messung der Bodenfeuchtigkeit an Bäumen, zeigte er, wie digitale Lösungen den kommunalen Alltag erleichtern können.
Die polnischen Gäste berichteten von vergleichbaren Herausforderungen in ihrer Heimatregion, die wie das Ruhrgebiet stark durch Bergbau und Stahlindustrie geprägt ist. Mit Blick auf den geplanten Kohleausstieg diskutierten sie insbesondere darüber, wie sich Industriestandorte frühzeitig auf neue wirtschaftliche Perspektiven vorbereiten können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auch Schwerte von den Erfahrungen der oberschlesischen Metropolregion profitieren kann, etwa beim öffentlichen Nahverkehr.
„Ähnliche industrielle Geschichte”
„Das Ruhrgebiet und die oberschlesische Metropolregion verbindet eine ähnliche industrielle Geschichte. Wir stehen vor vergleichbaren Herausforderungen und können viel voneinander lernen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere Erfahrungen teilen und gemeinsam überlegen, wie wir unsere Städte und Regionen für die Zukunft aufstellen“, betonte Bürgermeister Dimitrios Axourgos.
Die polnischen Gäste zeigten sich beeindruckt von den vorgestellten Projekten und der Herangehensweise in Schwerte. Anhand einer Karte erhielten sie zudem einen Überblick über das ehemalige Hoesch-Gelände und dessen Entwicklung. Der vom Regionalverband Ruhr organisierte Besuch bot beiden Seiten Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und mögliche Ansätze für den Umgang mit den gemeinsamen Herausforderungen des Strukturwandels zu diskutieren.