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An der ehemaligen Güterhalle am Schwerter Bahnhof haben zwei Graffiti-Künstler großflächige Warnhinweise angebracht. Anlass ist unter anderem ein erneuter Vorfall von Mitte Oktober, bei dem Kinder auf abgestellten Güterwaggons am Bahnhof Schwerte gesichtet wurden.
Auf Anregung der Bundespolizei griff der VSI die Idee auf, die ehemalige Güterhalle als große „Warntafel“ zu nutzen. Die Umsetzung übernahmen Franco Atzeni und Frederik Schneider, die auch den VSI-Graffiti-Workshop „Spray & Stay“ leiten, bei dem Jugendliche lernen, Graffiti legal zu gestalten. Die Stadt Schwerte unterstützte die Aktion, indem sie über das städtische Gebäudemanagement den Zugang zum ansonsten gesperrten Gelände ermöglichte. Die Warnhinweise wurden bewusst schlicht und eindringlich gestaltet.
Peter Blaschke, Quarterback und Streetworker beim VSI, warnt insbesondere vor gefährlichen Social-Media-Trends wie dem sogenannten Bahnsurfen. Er bedankte sich im Rahmen der Aktion bei der Stadt Schwerte für die unkomplizierte Unterstützung.
Stadt Schwerte warnt vor Gefahren an Bahngleisen
Auch Jenny Golombek, Leiterin des Ordnungsamtes, unterstreicht die Bedeutung der Aktion: „Wir unterstützen diese Präventionsarbeit sehr gerne. Die tragischen Unfälle der vergangenen Jahre zeigen, wie wichtig es ist, immer wieder auf die Gefahren hinzuweisen. Gerade Kinder und Jugendliche müssen wissen, dass ein vermeintlich harmloser Spaß hier tödlich enden kann.“
Bahn-Oberleitungen führen 15.000 Volt. Schon bei einer Annäherung kann der Strom überspringen, ohne dass die Leitung berührt wird. Auch in Schwerte haben sich in der Vergangenheit bereits tödliche Stromunfälle im Bereich von Bahnanlagen ereignet.
Umso wichtiger ist es, immer wieder auf diese Gefahren aufmerksam zu machen. Bereits zum Beginn der Sommerferien hatte die Stadt Schwerte eindringlich davor gewarnt. Die aktuelle Aktion setzt diese Präventionsarbeit fort und macht die zentrale Botschaft erneut deutlich: Bahnanlagen sind keine Spielplätze. Das Klettern auf Güterwaggons ist lebensgefährlich.