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Durch die Oberleitungen an Bahnstrecken fließen 15.000 Volt. Das entspricht etwa dem 65-Fachen der Spannung einer gewöhnlichen Steckdose. Besonders tückisch: Eine Oberleitung muss nicht einmal berührt werden, damit es zu einem lebensgefährlichen Stromschlag kommt. Bereits bei einer Annäherung auf etwa 1,5 Meter kann der Strom durch die Luft überspringen.
Deshalb gilt: Niemals auf Züge oder Waggons klettern, auch nicht auf abgestellte. Ebenso dürfen Bahnanlagen und Gleise nicht unbefugt betreten werden. Auch Oberleitungsmasten sind keine Klettergerüste. Der Strom in den Oberleitungen fließt grundsätzlich auch dann, wenn gerade kein Zug zu sehen ist oder ein Waggon scheinbar verlassen und abgestellt ist.
Immer wieder kommt es zu schweren Stromunfällen, weil Menschen auf Waggons, abgestellte Züge oder Strommasten klettern und dabei der Oberleitung zu nahe kommen. Viele dieser Unfälle führen zu schwersten Verletzungen oder enden tödlich.
Auch in Schwerte haben sich in der Vergangenheit bereits tödliche Stromunfälle im Bereich von Bahnanlagen ereignet. Die Stadt möchte deshalb insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Erziehungsberechtigte für die Gefahr sensibilisieren.
Was als Mutprobe, Abkürzung oder vermeintlich guter Selfie-Spot beginnt, kann innerhalb eines Augenblicks lebensgefährlich werden. Bundespolizei und Deutsche Bahn warnen deshalb eindringlich davor, Bahnanlagen unbefugt zu betreten oder auf Züge und Waggons zu klettern.
Die wichtigste Botschaft ist einfach: Abstand halten, Gleisanlagen nicht betreten und niemals auf Züge, Waggons oder Oberleitungsmasten klettern.
Weitere Informationen und Videos zur Unfallprävention stellt die Deutsche Bahn auf ihrer Informationsseite „Vorsicht Strom!“ zur Verfügung.