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Weichenstellung für Klima und Energie

Der Rat hat mit mehreren Beschlüssen wichtige Grundlagen für die zukünftige Klima- und Energiepolitik der Stadt geschaffen. Im Mittelpunkt standen das Klimaanpassungskonzept, die Kommunale Wärmeplanung (KWP) sowie der Ausbau erneuerbarer Energien durch eine neue Freiflächenphotovoltaikanlage.

Solar cell panels in the field.
Symbolbild / Freepik
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Klimaanpassungskonzept beschlossen

Mit dem Beschluss des integrierten Klimaanpassungskonzepts verfügt die Stadt über einen strategischen Rahmen, um sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Deutschland bereits deutlich spürbar. Hitzewellen, Dürreperioden und Starkregen treten häufiger auf, und auch Schwerte blieb von diesen Veränderungen in der Vergangenheit nicht verschont.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt beschlossen, ein integriertes Klimaanpassungskonzept zu entwickeln, das u. a. Stadtverwaltung sowie der Bevölkerung als Leitfaden dienen soll, um sich auf zukünftige Klimaveränderungen vorzubereiten. Ziel ist es, die Stärken und Schwächen der Stadt im Hinblick auf den Klimawandel zu analysieren und daraus konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimafolgen zu erhöhen.

Das Konzept untersucht unter anderem die Auswirkungen von Hitze, Hochwasser und Starkregen im Stadtgebiet und benennt besonders betroffene Bereiche. Daraus wurden Handlungsfelder und Maßnahmen unter anderem für Bevölkerungsschutz, Stadtentwicklung, Bauwesen und Wasserwirtschaft entwickelt.

Erarbeitet wurde das Klimaanpassungskonzept in Zusammenarbeit mit der energielenker Projects GmbH unter Beteiligung relevanter Akteur*innen (Fachabteilungen der Verwaltung der Stadt Schwerte und des Kreises Unna, Politik, Bürger*innen und Unternehmen). Gefördert wurde das Projekt durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). 

Das Konzept soll dazu beitragen, Schwerte langfristig resilient gegenüber den Folgen des Klimawandels aufzustellen und ergänzt bestehende Maßnahmen im Klimaschutz, wie etwa die kommunale Wärmeplanung.

 

Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung liegt vor

Die Stadt hat den Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) veröffentlicht. Mit der Einführung der KWP erhalten Kommunen die Möglichkeit, ihre Wärmeversorgung ganzheitlich und koordiniert zu gestalten. Die Wärmeplanung ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität bis 2045.

Rechtsgrundlage ist ein Bundesgesetz, das im Januar 2024 in Kraft getreten ist und alle Kommunen verpflichtet, bis spätestens 2028 darzulegen, wie ihre Wärmeversorgung klimaneutral gestaltet werden kann. Die Stadtverwaltung hat sich bewusst für einen frühzeitigen Abschluss der Planung entschieden, um Bürger*innen sowie Unternehmen möglichst früh Planungssicherheit zu geben.

Die Erstellung der KWP wurde im Juni 2024 extern vergeben und erfolgt unter Leitung der Stadtwerke Schwerte. Im November 2024 fand eine Informationsveranstaltung zum Auftakt statt, im Mai 2025 wurden die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse vorgestellt.

Neben der Veröffentlichung des Entwurfs lädt die Stadt zu einer Beteiligungsveranstaltung im Format eines World Cafés ein. Diese findet am 26. Februar 2026 um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses statt. Zunächst werden die zentralen Ergebnisse vorgestellt, anschließend können Bürger*innen an mehreren Thementischen Fragen stellen und Anregungen einbringen. Zudem wird über verschiedene Energieberatungsangebote informiert. Die eingehenden Hinweise werden anschließend ausgewertet.

Der finale Beschluss der Kommunalen Wärmeplanung ist für den zweiten Sitzungslauf des Ausschusses für Stadtentwicklung Ende April vorgesehen. Der Entwurf sowie die bisherigen Ergebnisse können auf der Projektwebseite www.waermeplanung-schwerte.de und im MitMachPortal eingesehen werden.

 

Neue Freiflächenphotovoltaikanlage auf der Ostenheide

Ein weiterer Beschluss betrifft den Ausbau der erneuerbaren Energien. Auf der Ostenheide soll eine neue Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen. Der Rat hat hierfür die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Vorgesehen ist eine Anlage auf einer Fläche von rund 1,3ha.

Die geplante Leistung beträgt etwa 4.500 kWp. Damit können jährlich rund 4.000.000 kWh erzeugt werden, was dem Bedarf von etwa 1.200 Haushalten entspricht. Für die Stadt entstehen dabei keine Kosten, da die Investition von der Stadtwerke Schwerte GmbH übernommen wird.

Mit einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden Bürger*innen durch eine Veröffentlichung auf dem Beteiligungsportal NRW sowie über einen Planaushang im Rathaus der Stadt Schwerte über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung informiert.