Foto: Stadt Schwerte / Ingo Rous
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„Hier herrscht kein Stillstand“, hob der Verwaltungschef hervor. „Im Elsebad arbeitet ein tolles Team mit vielen Ideen an einem wundervollen Ort. Wir werden die vertrauensvolle Zusammenarbeit fortsetzen“. Die Stadt Schwerte unterstützt das Elsebad mit einem jährlichen Zuschuss von 66.000 Euro und richtet im Zusammenspiel mit dem Bürgerbad und anderen Playern jährlich die Familienolympiade aus.
Eintrittspreise bleiben stabil
Gute Nachrichten hält das Elsebad für seine Schwimmer*innen vor: Die Eintrittspreise werden in 2026 nicht erhöht. Um rund 15 Prozent werden hingegen die Mitgliedsbeiträge im Förderverein angehoben – von 36 auf 42 Euro pro Jahr. Etwas mehr als 72.000 Besuche registrierte das Elsebad in der jetzt abgelaufenen Saison. Das sind weniger als im vergangenen Jahr, als 74.000 Besuche gezählt wurden. Um 76 stieg die Zahl der verkauften Jahreskarten auf 1.337. Die Zahl der Vielschwimmerkarten, die das Elsebad in Kooperation mit den Stadtwerken Schwerte stieg auf 51.
Besonders im Bereich der Jugendlichen geht der Besucherrückgang weiter. „Möglicherweise ist unser Angebot für diese Zielgruppe nicht attraktiv genug“, sagte Annette Wild aus der Geschäftsführung des Elsebads. 24 Kinder wurden in 2025 zum Abzeichen geführt, weitere 40 Kinder konnten nicht berücksichtigt werden, da es zu wenig Kursleiter gab. Hier setzt das Unterstützungsangebot des Verwaltungsvorstandes der Stadt an.
“Sag's uns”
Mit der Kampagne „Sag’s uns“ möchte das Elsebad dafür sorgen, dass das Freibad ein angstfreier Raum bleibt. Kinder und Erwachsene, die sich diskriminiert oder belästigt fühlen, können die Mitarbeiter*innen des Bades ansprechen; sie sind an den weißen bzw. roten T-Shirts zu erkennen.
Das Elsebad hat flächendeckend ein eigenes WLAN-Netz eingerichtet, nachdem das alte von den Stadtwerken abgeschaltet wurde. Die größte Anschaffung 2025 war ein Beckensauger für das Kinderbecken. Investiert werden soll im kommenden Winter in die Sanierung der Damenduschen, in die Ertüchtigung der Kinderwiese und in die Liegefläche vor den Umkleidekabinen. Zudem soll das Kinderbecken verschattet werden.
Gedenkstätte
Großen Anklang im Verwaltungsvorstand fand das Vorhaben des Bürgerbads, mit einem Denkmal an die Familie Baum zu erinnern. Der jüdischen Familie gehörte der Grund, auf dem 1938 das Elsebad gebaut wurde. Der Besitz wurde aber von den Nazis enteignet.
Gemeinsam kümmern sich die Stadt und das Elsebad um den Hochwasserschutz. In 2025 blieb das Elsebad von Starkregenereignissen und dem damit schon verbundenen Ausfall technischer Geräte verschont. Mittlerweile werden Türen mit mobilen Schotten geschützt. Für den Kauf eines mobilen Deichs soll nun ein Förderantrag gestellt werden. Wichtig bleibt dem Elsebad aber auch die Vergrößerung der Durchlässe für den Elsebach unter der Straße „Am Winkelstück“. Dafür müssen aber noch weitere Gespräche mit den Unterliegern geführt werden.