In seiner Kolumne beschäftigt sich Bürgermeister Dimitrios Axourgos mit aktuellen Themen, anstehenden Entscheidungen und Entwicklungen in der Stadt. Er schreibt:
Liebe Leserinnen und Leser,
der Rat der Stadt Schwerte hat in seiner letzten Sitzung den Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027 mehrheitlich verabschiedet. Damit sind wir handlungsfähig und können geordnet in das neue Haushaltsjahr starten. Gleichzeitig gibt uns der Haushalt die Möglichkeit, wichtige Projekte weiter voranzubringen und unsere Stadt verlässlich zu entwickeln.
Was bedeutet das konkret? In den Ausschüssen wurden in den vergangenen Wochen bereits erste Weichen gestellt, die diese Entwicklungen deutlich machen.
Ein Beispiel aus dem Bereich Stadtentwicklung: Der Ausschuss ist einstimmig der Verwaltung gefolgt und den Bau eines Anbaus für die Offene Ganztagsschule der Heideschule beschlossen. Damit reagieren wir auf den steigenden Bedarf an Ganztagsbetreuung und auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. Geplant sind zudem eine Frischeküche mit Lager- und Nebenräumen sowie ein Speise- und Mehrzweckraum, der auch als Aula genutzt werden kann. Die neue Küche soll nicht nur der Heideschule dienen, sondern auch anderen Grundschulen, wie beispielsweise die Reichshofschule Westhofen. Dort investieren wir ebenfalls in eine neue OGS und ein Jugendzentrum.
Westhofen profitiert noch von weiteren Maßnahmen: Die Sanierung des Alten Rathauses wurde beschlossen. Das denkmalgeschützte Gebäude soll zu einem zeitgemäßen, inklusiven und flexibel nutzbaren Begegnungszentrum entwickelt werden - ein echter Mehrwert für den Stadtteil.
Außerdem werden die neuen Instrumente des sogenannten „Bauturbos“ genutzt, um Wohnbauvorhaben schneller umzusetzen. Gleichzeitig sichert die Stadt ihre Planungshoheit und stellt die notwendigen Rahmenbedingungen für künftige Projekte bereit.
Im Zusammenhang mit dem neuen Haushalt hat der Rat auch über die Grundsteuer entschieden und dabei einen einheitlichen Hebesatz von 1.071 Prozent beschlossen. Hintergrund ist die aktuelle Rechtsprechung des zuständigen Verwaltungsgerichts zu den bisherigen differenzierten Hebesätzen, auf die der Rat mit einer neuen Hebesatzsatzung reagiert hat. Das Gesamtaufkommen für die Stadt bleibt dabei unverändert. Es handelt sich um eine notwendige Neuverteilung, um eine rechtmäßige und gerechtere Besteuerung sicherzustellen.
Auch Themen wie Klima und Energie sind fest eingeplant. Mit dem Beschluss des integrierten Klimaanpassungskonzepts verfügt die Stadt über einen strategischen Rahmen, um sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Der Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung wurde veröffentlicht, wodurch die Stadt ihre Wärmeversorgung künftig ganzheitlich und koordiniert gestalten kann. Und auf der Ostenheide soll eine neue Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen, die rund 4.000.000 kWh pro Jahr erzeugt - ausreichend für etwa 1.200 Haushalte.
Sie sehen: Es geht voran. Der Haushalt legt die Grundlage für ein handlungsfähiges, zukunftsorientiertes Jahr. Wir bringen Projekte auf den Weg, die unsere Stadt entwickeln, Lebensqualität sichern und nachhaltig gestalten.
Ihr
Dimitrios Axourgos
Bürgermeister der Stadt Schwerte