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Nachrichten und Presseinfos

Stadt Schwerte will Schulplätze an Gymnasien für Schwerter Kinder sichern

Die Stadt Schwerte plant, die bestehenden Beschulungsvereinbarungen mit den Städten Dortmund und Iserlohn für zwei Schuljahre auszusetzen. Hintergrund sind die aktuellen Prognosen der Schulentwicklungsplanung, nach denen die Nachfrage nach Plätzen an den beiden Schwerter Gymnasien in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Mit der geplanten Aussetzung möchte die Stadt sicherstellen, dass Schwerter Kinder auch künftig einen Platz an einem der beiden Gymnasien erhalten können. Die geplante Aussetzung der Beschulungsvereinbarungen betrifft ausschließlich die Schulform Gymnasium. Die Schwerter Gesamtschulen sind davon nicht betroffen.

Die Stadt Schwerte möchte mit der geplanten Aussetzung der Beschulungsvereinbarungen die Schulplätze am Ruhrtal-Gymnasium (im Bild) und am Friedrich-Bährens-Gymnasium langfristig für Schwerter Kinder sichern. (Foto: Stadt Schwerte/Kampe Staab)
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Die Vereinbarungen aus den Jahren 2016 und 2019 ermöglichen bislang, dass Kinder aus Iserlohn sowie von zwei Dortmunder Grundschulen bei der Anmeldung an einem Schwerter Gymnasium mit Schwerter Kindern gleichgestellt werden. Ursprünglich sollten damit die Schülerzahlen und der langfristige Bestand der Gymnasien gesichert werden. Inzwischen hat sich die Ausgangslage jedoch verändert. Beide Gymnasien sind nach den aktuellen Prognosen bereits durch die zu erwartenden Schülerzahlen aus Schwerte ausreichend ausgelastet.

Für die Schuljahre 2027/2028 und 2028/2029 rechnet die Stadt bei Fortführung der Vereinbarungen mit einem Bedarf von jeweils zehn Eingangsklassen. Regulär stehen jedoch nur acht Klassen zur Verfügung. Die Einrichtung zusätzlicher Klassen in diesem Umfang wäre aufgrund begrenzter räumlicher Kapazitäten nicht möglich. Ohne eine Aussetzung könnte daher die Situation entstehen, dass Schwerter Kinder keinen Platz an einem Schwerter Gymnasium erhalten, während auswärtige Kinder aufgrund der bestehenden Vereinbarungen gleichberechtigt berücksichtigt werden müssten.

„Für uns steht im Mittelpunkt, dass die Eltern die Sicherheit haben, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind und einen Schulplatz bekommen. Dabei ist uns unabhängig von Stadtgrenzen wichtig, dass alle Kinder einen Schulplatz erhalten und die Familien Planungssicherheit haben. Deshalb haben wir frühzeitig das offene Gespräch mit unseren Nachbarstädten Dortmund und Iserlohn gesucht, um gemeinsam eine gute Lösung zu finden. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit ist uns dabei weiterhin ein großes Anliegen“, erklärt der Erste Beigeordnete und Schuldezernent Kenan Yildiz.

Auswärtige Kinder können weiterhin aufgenommen werden

Die geplante Aussetzung bedeutet keinen generellen Ausschluss von Kindern aus Dortmund oder Iserlohn. Sind ausreichend Schulplätze vorhanden, bleibt eine Aufnahme nach den allgemeinen schulrechtlichen Regelungen weiterhin möglich. Bereits bestehende Schulverhältnisse sind von der Änderung nicht betroffen.

Die Stadt Schwerte hat das Vorhaben bereits mit Dortmund und Iserlohn besprochen. Beide Städte haben einer zeitlich befristeten Aussetzung grundsätzlich zugestimmt und verfügen nach eigenen Angaben über ausreichend Schulplätze für ihre Kinder. Die Aussetzung soll für die Aufnahmeverfahren der Schuljahre 2027/2028 und 2028/2029 gelten. Bis Mitte 2028 sollen Gespräche über die weitere Zusammenarbeit ab dem Schuljahr 2029/2030 geführt werden.

Über die geplante Aussetzung wird am 18. November im Schulausschuss beraten. Die abschließende Entscheidung soll der Rat der Stadt Schwerte am 2. Dezember treffen.