Liebe Schwerterinnen, liebe Schwerter,
es ist wieder Zeit, innezuhalten. Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen, Weihnachten steht vor der Tür und damit beginnt auch die Zeit für Besinnlichkeit, für Familie und Freunde, für Rückblicke und Reflexion. Auch 2025 haben wir in Schwerte wieder viel erreicht und viele Projekte auf den Weg gebracht oder erfolgreich umgesetzt.
Ich persönlich habe meinen größten Erfolg im September erleben dürfen, als mich die meisten von Ihnen als Bürgermeister einer wunderbaren Stadt mit absoluter Mehrheit wiedergewählt haben. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken. Ich werde der Bürgermeister bleiben, den Sie in den sieben Jahren davor kennengelernt haben: zielgerichtet, an Werten und immer am Wohl der Stadt und ihrer Menschen orientiert, stets konstruktiv, ohne Angst vor klaren Entscheidungen.
Dass meine Arbeit für Schwerte so positiv wahrgenommen wird, erfüllt mich mit Stolz. Gleichzeitig weiß ich: Ohne die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Stadtverwaltung wäre das Erreichte nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich allen, die in den Rathäusern für diese Stadt und ihre Menschen engagiert arbeiten, einen großen Dank aussprechen.
Lassen Sie mich auf einige Projekte blicken, die exemplarisch für dieses Jahr stehen. Ein bedeutender Meilenstein war der Spatenstich für das Projekt Wohnen am Schützenhof. Es ist die größte städtebauliche Veränderung seit Jahrzehnten. Schwerte braucht Wohnraum – insbesondere für Familien – und dieses Projekt wird hierfür ein wichtiger Ankerpunkt sein.
Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt ist der Klimagarten in Wandhofen. Er wird 2027 Teil der Internationalen Gartenausstellung der Metropole Ruhr sein, ist aber schon heute ein Ort von besonderer Bedeutung. Hier ist ein Raum für Aufenthalt, Austausch und Bildung entstanden: mit Klimalehrpfad, Themengärten und Klimapavillon. Und dass er in der Öffentlichkeit gut angenommen wird, haben die Eröffnungsfeier im Juli und das Fest anlässlich der Partnerschaft zur griechischen Partnerstadt Ionannina gezeigt.
Besonders stolz bin ich auf unsere Erfolge im Bereich der Bildung: Wir haben neue Lern- und Lehrräume geschaffen und bestehende Angebote erweitert. Die Albert-Schweitzer-Schule wurde im Spätsommer ihrer Bestimmung übergeben, die Offene Ganztagsschule in Villigst konnte nach Richtfest und Bauphase im November feierlich eingeweiht werden. Bereits im Februar ging die neue Kindertagesstätte in Wandhofen in Betrieb.
An der Gesamtschule Gänsewinkel haben wir im September das Rohbaufest gefeiert. Hier entstehen ein ergänzendes Schulgebäude und eine neue Aula, um die dauerhafte Fünfzügigkeit der Schule sicherzustellen. Auch die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule wird zukunftsfähig aufgestellt: Der Rat der Stadt hat die planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen kompletten Neubau sowie für eine neue Turnhalle geschaffen. Gute Bildung und die passenden Rahmenbedingungen bleiben ein Kernanliegen unserer Stadt.
Wir sind vorangeschritten in der Aufwertung unserer Spiel- und Bolzplätze: In diesem Jahr konnten mehrere Anlagen neu eröffnet oder modernisiert werden, unter anderem an der Poststraße, an der Friedrich-Hegel-Straße, an der Kopernikusstraße sowie der Spielpark in Wandhofen. Das verstehe ich als Stadt, Ortsteil- oder Quartiersentwicklung, für Kinder. Damit haben wir Familien im Fokus. Von Stillstand keine Spur.
Spielplätze haben etwas mit Bewegung zu tun. Das liefert mir das Stichwort Sport. Mit der neuen Sportarena in Wandhofen haben wir im Juli ein Projekt eingeweiht, das weit über den Sport hinaus wirkt. Sie war Voraussetzung für die städtebauliche Entwicklung am Schützenhof und auf dem ehemaligen Sportplatz in Wandhofen und ist zugleich ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Vereine gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Fusion von VfL Schwerte und TuS Wandhofen war hierfür entscheidend.
Zum Sport gehört auch der geplante Neubau des Lehrschwimmbeckens in Ergste, der durch eine erhebliche Bundesförderung unterstützt wird. Sportliche Höhepunkte wie der Ruhrstadtlauf, der Hospizlauf, der Tag des Sports oder die Familienolympiade im Elsebad zeigen, wie lebendig unsere Stadt ist. Auch die finanzielle Unterstützung der Sportvereine haben wir kontinuierlich ausgebaut und werden sie weiter stärken.
Große Anerkennung verdient das ehrenamtliche Engagement in Schwerte. Mit Heimatpreisen und Ehrenamtskarten würdigen wir diesen Einsatz. Ohne das Ehrenamt wäre unser gesellschaftliches Leben deutlich ärmer. Beteiligungsformate wie die Stadtteilkonferenz oder der Schüler*innenhaushalt eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, sich einzubringen.
Daneben gab es viele weitere Ereignisse, die unser Stadtleben bereichert haben: der Baubeginn der City-Toilette am Werner-Steinem-Platz, die feierliche Einweihung des Hindutempels, der Neubürgerempfang im Freischütz oder der Tag der Daseinsvorsorge auf dem Marktplatz. Gleichzeitig arbeiten wir an einer Biodiversitätsstrategie und verknüpfen sie mit unserem Klimaanpassungskonzept, denn Klimawandel und Artensterben gehören zusammen.
Ein besonders wichtiges Projekt ist der Neubau der Feuer- und Rettungswache an der Konrad-Zuse-Straße. Rund 20 Millionen Euro wird das Projekt kosten. An unserem Rettungswesen dürfen und wollen wir nicht sparen. Die neue Wache verbessert erheblich die Arbeitsbedingungen unserer Feuerwehr und des Rettungsdienstes, die Leben retten und Gefahren abwehren.
Liebe Schwerterinnen, liebe Schwerter, wir haben viel bewegt und werden auch im kommenden Jahr mit Offenheit, Flexibilität und Zusammenhalt voranschreiten. Ich bin überzeugt, dass wir die vor uns liegenden Herausforderungen gemeinsam meistern werden.
Nun wünsche ich Ihnen, dass Sie in den Weihnachtstagen Zeit finden für das Wesentliche: für Familie, Freunde und auch für sich selbst. Vergessen wir dabei die Schwächeren in unserer Mitte nicht. Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten, zuversichtlichen Start ins Jahr 2026.
Dimitrios Axourgos
Bürgermeister der Stadt Schwerte