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Baubeschluss für die Sanierung des Alten Rathauses Westhofen gefasst

Der Baubeschluss zur Sanierung des Alten Rathauses in Westhofen ist gefasst. Das denkmalgeschützte Gebäude soll zu einem zeitgemäßen, inklusiven und flexibel nutzbaren Begegnungszentrum weiterentwickelt werden.

Das Alte Rathaus in Westhofen (Kirchplatz 8)
Foto: Stadt Schwerte / Ann-Kathrin Neumann
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Das Alte Rathaus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Nachdem Westhofen Anfang des 19. Jahrhunderts keinen eigenen Bürgermeister mehr hatte, wurde das Gebäude in den Jahren 1810 und 1814 für Schulzwecke umgenutzt. 1922 folgte ein Anbau mit einer Lehrerwohnung. Heute erfüllt das Haus bereits wichtige soziale Funktionen und wird regelmäßig von der AWO, dem Heimatverein, der Volkshochschule und der Musikschule genutzt.

Grundlage der Planung ist ein Workshop, an dem 35 Teilnehmende aus 14 Vereinen und Gruppen mitwirkten. Dabei wurden konkrete Wünsche und Raumbedarfe für die künftige Nutzung erfasst.

Bereits in den Jahren 2024 und 2025 wurden erste Maßnahmen umgesetzt. Im Rahmen einer Fassadensanierung wurden die Fassade sowie Fenster und Eingangstüren energetisch ertüchtigt.

Im nächsten Schritt steht die umfassende Sanierung des Innenbereichs an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit. Vor dem Gebäude ist eine aufgesetzte Edelstahlrampe vorgesehen, die den stufenlosen Zugang ermöglicht. Zusätzlich soll im zentralen Bereich ein Aufzug eingebaut werden, um auch das Obergeschoss barrierefrei erreichbar zu machen. Die beiden historischen Holztreppen bleiben aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten. Der Eingangsbereich wird vergrößert und mit Garderoben sowie Einbauschränken ausgestattet.

Durch neue Durchbrüche und Türöffnungen werden die bislang getrennten Gebäudeteile funktional miteinander verbunden. Eine offenere Grundrissgestaltung ermöglicht künftig multifunktional nutzbare Räume, die flexibel an unterschiedliche Anforderungen von Vereinen, Gruppen und Veranstaltungen angepasst werden können.

Auch die energetische Sanierung ist Teil des Projekts. Neben Dämmmaßnahmen im Keller- und Dachgeschoss werden die Heizungsanlage sowie die gesamte Elektroinstallation instandgesetzt.

Im Jahr 2026 ist die Detailplanung unter Einbeziehung der künftigen Nutzer*innen vorgesehen. In diesem Zuge werden auch die erforderlichen Ausschreibungen vorbereitet. Die bauliche Umsetzung soll im Jahr 2027 erfolgen.