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St.Viktor-Kirche am Markt

Die St.Viktor-Kirche in Schwerte mit ihren aus mehrereren Jahrhunderten stammenden Kunstschätzen, wie der vergoldete Antwerpener Schnitzaltar aus dem Jahre 1523, Fresken, Reliquien, Kreuzen, die Kanzel u.a.m., ist neben dem benachbarten "Alten Rathaus" für die Stadt Schwerte ein Kulturerbe von sehr hohem Wert.

 

Die ältesten Teile des bestehenden Bauwerkes stammen aus der Zeit um 1150 (Gründungen im Mittelschiff). Hundert Jahre vorher war hier die Tochterkirche des Xantener Viktorstifts errichtet worden, nachdem die Cappenberger Matrone Reinmod den Hof Schwerte 1032 dem Viktor-Stift zu Xanten am Niederrhein geschenkt hatte.

 

Mit der endgültigen Übernahme der Stadt in die Grafschaft Mark im Jahre 1243 wurde die Stadtkirche als romanische Basilika ausgebaut. Der Marienstein im Gewölbe des nördlichen Querschiffes, die mächtigen Säulen und der runde Taufstein mit Blätterkreuz stammen aus dieser Zeit. Um 1310 wurde die Kirche mit dem kostbaren Kreuzigungsfresko in der Apsis des südlichen Seitenschiffes ausgemalt.

 

Siebenschmerzenaltar

Nachdem die Stadt Schwerte als Handelsstadt der Hanse mit vollen Stadtrechten bis Anfang des 15. Jh. zu Besitz und Reichtum gekommen war, wurde die romanische Basilika zur dreischiffigen gotischen Hallenkirche mit vorgesetztem Turm umgebaut. 1508 ließ man den Grundstein für den das Kirchenschiff bedeutend an Höhe überragenden Chorraum legen und darin das Sakramentshäuschen mit dreiteiliger Spitze und bemalten Figuren errichten. Über dem Eingang zum Chor wurde ein niederrheinisches Triumpfkreuz angebracht. Aus spätgotischer Zeit stammen auch das an den achten Schöpfungstag erinnernde zweite Taufbecken und der achtarmige Kronleuchter aus Bronze mit Maria im Strahlenkranz.

 

Zehn Jahre später wurde der wahrscheinlich zu einem mindestens zweistöckigen Altaraufbau gehörende Siebenschmerzenaltar in St.Viktor aufgestellt. Er ist einer der seltenen von einem westfälischen Meister geschaffenen und (leider nicht mehr komplett) erhaltenen Altäre.

 

Zum Osterfest im Jahre 1523 wurde der "Goldene Antwerpener Schnitzaltar" aus der Lukasgilde mit zwei Velenträgern aus dem Ende des 15. Jahrhunderts in St.Viktor aufgerichtet. Im Altar ist die Reliquie des Heiligen Viktor eingelassen. Die alten Apostelfiguren mit dem Pantokrator aus dem Vorgängeraltar wurden in eine zusätzliche Predella übernommen.

 

1666 wurde in der St.Viktor-Kirche die Kanzel im Stil des bäuerlichen Barock eingebaut.

 

In neuester Zeit haben weitere wertvolle Ausstellungsstücke einen Platz in der Kirche gefunden, wie z.B. im Jahre 1983 ein aus einem Esstisch gearbeitetes Vortragekreuz aus der anglikanischen Gemeinde St.Ethelburga. In der Friedensdekade 1988 wurde der aus einem Türpfosten der Synagoge in der Marktstraße gearbeitete siebenarmige Leuchter seiner Bestimmung als Mahn- und Erinnerungszeichen übergeben. 1991 erwarb der Pfarrbezirk St.Viktor im Gedenken an den Überfall der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion einen Abendmahlskelch aus den Werkstätten der Russischen Orthodoxen Kirche in Sofrino als Zeichen der Versöhnung und Verständigung. Ausserdem wurde in Sofrino 1993 ein Osterkelch zum 470. Jubiläum des Goldenen Antwerpener Schnitzaltars für die St.Viktor-Gemeinde gearbeitet.

 

Die St.Viktor-Kirche hat beide Kriege ohne gravierende Schäden überstanden - der Antwerpener Altar war in der Zeit des II. Weltkrieges eingemauert. Seit Advent 1980 ist die Kirche über die Marktmusiken hinaus ganzjährig zur Marktzeit geöffnet für Gebet, Besichtigungen und den "Eine-Welt-Basar".

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Antwerpener Schnitzaltar

Siebenschmerzenaltar


Weitere Informationen

 

Ein Beitrag von Pfarrer Fritz-Günther Held zur Geschichte und Ausstattung von St.Viktor

 

Ein Beitrag von Reinhold Stirnberg zur Gründung der St.Viktorkirche

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