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Schicksale in Schwerte: Hugo Sternberg

von Alfred Hintz

 

Nach 1941 war den Juden die Emigration verboten. Etwa ein knappes Jahr vorher, am 7. März 1941, gelang es dem Viehhändler Hugo Sternberg aus der Wilhelmstraße 13, mit seiner Frau Lucie und Tochter Hedwig ins Ausland zu entkommen. Hilfestellung bei der Flucht leistete der Schwerter Lutz Viehbahn von der Hagener Straße.

 

Vor der Emigration mußten die Sternbergs ihre Wohnungseinrichtung zu einem Spottpreis verkaufen. Ihre abenteuerliche Flucht führte über Rußland nach China, wo sie in Shanghei Unterschlupf fanden, aber von den Japanern in das von ihnen eingerichtete Ghetto eingewiesen wurden. Zwar wurde dieses Ghetto im August 1945 aufgehoben. Dennoch mußten sie weiter im Ghetto bleiben, weil sie erst im Januar 1948 die Möglichkeit zur Einreise in die USA erhielten. Dort pachtete Sternberg eine Rinderfarm.

 

In Schwerte hatte er einen gut laufenden Viehhandel betrieben. Nach 1933 aber waren die Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb rückläufig, 1938 wurde ihm die Handelserlaubnis entzogen.

Während der Progromnacht am 9. November 1938 wurde Sternberg verhaftet, in das KZ Oranienburg eingeliefert, am 16. Dezember des gleichen Jahren aber wieder entlassen. Nach seiner Haftentlassung wurde er als Hilfsarbeiter zwangsverpflichtet.

 

Der letzte Wohnsitz der Sternbergs war in New Hampton, NY., (USA), Lime Kiln Farm.

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