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Brunnenskulptur von Professor Albert Hien

Im Jahr 2000 übergab die Kulturstiftung der Öffentlichkeit die Brunnenskulptur auf dem Postplatz, ein Geschenk anlässlich der Einweihung des neu gestalteten Postplatzes. Dass die Skulptur in der Öffentlichkeit von Anfang an und fälschlicherweise als "Brunnen" bezeichnet wurde, zeigt, wie schwierig es ist, dieses Objekt von Albert Hien überhaupt einzuordnen.

 

Nein! Ein Brunnen ist diese Skulptur sicher nicht! – Aber auch der TÜV hatte bei der Abnahme einige Schwierigkeit, da das Objekt weder als Maschine noch als Spielgerät einzuordnen war. Dabei scheint auf den ersten Blick ein logischer Prozess in dieser Skulptur abzulaufen: in dem sechs Meter hohen Trichter sammelt sich das Wasser, es schießt in einem Strahl in die Trommel, treibt diese quasi an und "wäscht" darin die Münzen. "Geldwaschanlage" - im Volksmund war dieser Name schnell gefunden.

 

Der Künstler geht von einem anderer Grundgedanken aus: Das rational Geplante und technisch Machbare hat allzu häufig nicht eingelöst, was an Erfüllung damit versprochen war; es hat sogar geängstigt und das Leben bedroht. Das Fließen und Rauschen des Wassers, die sich endlos drehende Trommel - all das hat in dieser Skulptur keine Funktion. Und doch könnte alles als Alternative verstanden werden für die eigene Situation, das Sich-im-Kreis-Drehen und für den Zwang, funktionieren und erfolgreich sein zu müsser.

 

Albert Hien unterläuft mit dem Spaß an der Kunst derartige Zwänge. Er lässt den Edelstahl im Tageslicht glänzen, die gelochte Doppelwand der Trommel entfaltet ein optisches Spiel mit Interferenzen und Licht. So schafft es diese Skulptur, die Menschen zum Schrnunzeln zu bringen, wenn sie davor stehen bleiben und sich selbst mit etwas kritischer Distanz betrachten. Vielleicht werden Sehnsüchte nach einer Welt, in der nicht nur Nützlichkeit gefragt ist, wach.



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Der Text wurde mit freundlicher Genehmigung der "Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Schwerte" aus der Schrift "Skulpturen für Schwerte" übernommen.

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