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Schläge, Brot und Äpfel

Bei dem bei einer Kontrolle schlafend in eine Lok angetroffenen Häftling hat es sich sehr wahrscheinlich um den Belgier Leon van Oyenbrugge gehandelt, der in seinen "Erinnerungen" eine derartige Episode schildert.

 

Unter der Anleitung eines etwa 70jährigen deutschen Vorarbeiters arbeitete Oyenbrugge mit an der Reparatur einer Lokomotive. Gelegentlich zog sich der belgische KZ-Häftling zu einer kleinen Pause auf den Führerstand der Lokomotive zurück. "Wenn ich im Führerstand war, setzte er sich zu mir, aber meistens lag er auf der Lauer und unterrichtete mich, wenn sich ein SS-Mann näherte. Er gab mir einen Apfel oder ein Stück Brot, das in eine Zeitung gewickelt war. Er legte seine kleinen Geschenke immer in den Werkzeugkasten. Wenn der SS-Mann sich entfernte, nahm ich das Päckchen hervor, das ich unter meinem Hemd auf meinem Bauch versteckte. Ich aß immer im Führerstand der Lokomotive."

 

Und weiter heißt es in dem Bericht: "In einer Nacht hatte ich mich wieder in meinen Führerstand begeben, um ein bißchen zu schlafen. Ich wußte, daß der Alte auf der Lauer lag und daß er mit dem Hammer an die Wand der Lokomotive klopfen würde, wenn Gefahr nahen würde." Aber das Schicksal nahte in Gestalt eines gewaltigen Drehkrans, der die Lok anhob und im Bereich der Zivilarbeiter absetzte. Oyenbrugge gelang es nicht mehr, die Maschine rechtzeitig zu verlassen. Zwischenzeitlich gab es einen Appell bei den politischen Häftlingen, wobei das Fehlen eines Mannes festgestellt wurde. Als der junge Mann endlich aus der Maschine herausgeklettert war, wurde er zurück ins Lager gebracht und von zwei SS-Leuten verprügelt. "Während mehrerer Tage war es mir unmöglich zu gehen. Ich hatte vor allem Faustschläge in meinen Bauch bekommen. Das war sehr schmerzhaft."


Kontakt aufnehmen

 

Alfred Hintz

Tel.: 0 23 04/1 82 51

Mail: hintz.alfred@web.de

 

Weitere Hinweise zum Thema von Zeitzeugen oder anderen Interessierten sind jederzeit willkommen.

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