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Turnhalle Wasserstraße und Bürgersaal werden zur Notaufnahme

Schwerte. Die Stadt Schwerte stößt hart an ihre Grenzen, was die Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen angeht. Neuer Raum kann zurzeit nur in Turnhallen entstehen. Die an der Wasserstraße in Westhofen soll die erste werden, die zur Aufnahme geflüchteter Menschen hergerichtet werden soll. Auch im Bürgersaal des Rathauses sollen bereits ab kommender Woche Menschen untergebracht werden.

Der Bürgersaal wird aktuell für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet.
Foto: Stadt Schwerte / Ingo Rous
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545 Geflüchtete halten sich derzeit in Schwerte auf. „Eine Verbesserung der Lage ist nicht in Sicht“, sagt der zuständige Dezernent Tim Frommeyer. Allein im September erreichten 94 neue Geflüchtete die Hansestadt, 34 müssen noch untergebracht werden. Das Problem: Es stehen aktuell keine Unterkünfte mehr zur Verfügung, weder städtische noch private. Deshalb hatte Tim Frommeyer schon in der Sitzung des Rates in der vergangenen Woche an die Bürger*innen der Stadt appelliert, weiteren privaten Wohnraum möglichst zur Verfügung zu stellen. Ansprechpartnerin ist hier Christiane Klanke, Leiterin des Sozialamtes ( christiane.klanke(at)stadt-schwerte.de ).

„Wir sind am Limit, was die Unterbringungsmöglichkeiten betrifft und werden perspektivisch auch in Turnhallen ausweichen müssen,“ betont Christiane Klanke und weist so auf den Ernst der Lage hin. „Ende August war diese Entwicklung noch nicht absehbar. Die Taktung der Zahlen ist massiv, wir reden teilweise von über einem Dutzend Geflüchteten pro Tag, die der Stadt Schwerte zugewiesen werden und uns aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes erreichen“. Die Stadt Schwerte sucht jetzt zudem das Gespräch mit den von der Schließung der Halle betroffenen Sportvereine und informiert sie über den Sachstand.

Bereits vor Wochen hatte der Städte- und Gemeindebund auf die zu erwartende angespannte Lage aufmerksam gemacht. Viele Städte und Gemeinden, darunter auch Schwerte, fordern vom Land eine Erhöhung der Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen.