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Kennen Sie Alfred Hintz?

Alfred Hintz ist mit vielen Beiträgen zur neueren Stadtgeschichte auf der Schwerter Homepage vertreten. Die zum Teil exklusive Veröffentlichung seiner Forschungsarbeiten und Dokumentationen hier im Internet bietet allen an den Geschehnissen dieser Zeit interessierten Lesern Zugang zu diesen Informationen. Insbesondere für Schüler und junge Menschen eine gute Gelegenheit, weiteres fundiertes Wissen über einen Teil der lokalen Geschichte zu bekommen.

 

Auch im Rahmen des in Schwerte aktuellen Projektes "Stolpersteine für Schwerte" gelang es Alfred Hintz, viele Einzelschicksale und Leidenswege von jüdischen Mitbürgern in Schwerte zu erhellen. Über diese Veröffentlichungen sind sogar Kontakte zu Hinterbliebenen bis hin in die USA entstanden.

 

Alfred Hintz widmet sich als Historiker bereits seit einigen Jahren der Schwerter Stadtgeschichte, nachdem er seine reguläre Berufstätigkeit beendet und ein Zweitstudium der Geschichte, Sozialpsychologie und Politik an der Ruhruniversität Bochum mit dem Magister-Examen erfolgreich abgeschlossen hatte. Sein besonderes Interesse gilt dem Zeitabschnitt des Nationalsozialismus, den er als Kind mit dem Bombenkrieg selbst mit erlebt hat.

 

Wie Alfred Hintz immer wieder feststellt, zeigen sich auch junge Leute durchaus sehr interessiert am historischen Geschehen, insbesondere, was ihr Umfeld betrifft. Aber zur lokalen Geschichte gibt es teilweise zu wenige Informationen oder auch falsche Überlieferungen. Er selbst als gebürtiger Schwerter hat bei seinen Quellenstudien feststellen müssen, dass einige der erzählten Geschichten, die er von Kindheit an kennt, nicht den tatsächlichen Fakten entsprechen. Hier ein kleines "Korrektiv" zu sein und zur Erhellung der neueren Schwerter Stadtgeschichte etwas beitragen zu können, ist ihm ein Anliegen.

 

Seit seinem Studienabschluss im Jahre 2002 hat sich Alfred Hintz in seinem Metier zu seiner Zufriedenheit positioniert und einen guten Überblick gewonnen. Nachdem er bereits das Thema "Kriegswahrzeichen" in fünfzehn Ruhrgebietsstädten - einschließlich Schwerte - aufgegriffen hat, will sich Alfred Hintz künftig noch mehr mit der regionalen Sozialgeschichte auseinander setzen - ein unerschöpfliches Thema, wie er feststellt.

 

Seine Forschungsarbeiten betreibt Alfred Hintz hauptsächlich im Landesarchiv in Münster, wo sich umfangreiches Material vom Mittelalter bis zur Gegenwart befindet. Je nach Forschungsziel arbeitet er aber auch im Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf oder in anderen Archiven - auch außerhalb der Grenzen Nordrhein-Westfalens.

Die Ergebnisse seiner Arbeiten stellt Alfred Hintz neben der Veröffentlichung in unterschiedlichen Medien auch im Rahmen von Vorträgen in Forschungskolloquien vor. Es gibt Beiträge von ihm im Jahrbuch des Kreises Unna, in der Halbjahreszeitschrift "Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur" und in dem mehrbändigen Werk "Der Ort des Terrors - Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager" (Bd. 3, Sachsenhausen, Buchenwald), herausgegeben von Wolfgang Benz und Barbara Distel.  Bei aller Bescheidenheit, was die Würdigung seiner Arbeit betrifft, zeigt sich Alfred Hintz doch etwas stolz darauf, dass seine Artikel für das Grundlagenstudium wissenschaftlich anerkannt sind.

 

Dass er die Chance nutzen konnte, nach Eintritt in den Ruhestand etwas wirklich Neues beginnen zu können und im relativ fortgeschrittenen Alter noch Entwicklungspotential erfährt und produktiv sein kann, empfindet Alfred Hintz für sich als Glücksfall.

Er hatte nach seinem Erststudium in Münster fast 30 Jahre lang für verschiedene Zeitungen in der Region als Journalist gearbeitet. U.a. auch für die Westfälische Rundschau. Dabei stand für ihn schon lange vorher fest, dass er nach der aktiven Phase der Berufstätigkeit noch ein Studium beginnen wollte - als eine neue Herausforderung, als sinnvolle Gestaltung des Ruhestandes, aber auch als intellektuelle Aufgabe. Geschichte bot sich allein schon wegen seines historischen Interesses an, aber auch wegen der Möglichkeit, eigene Erfahrungen in den Kontext setzen zu können.

 

Was den Altersunterschied zu seinen jungen Kommilitonen betraf, so war zur Überraschung von Alfred Hintz die anfängliche Skepsis nur auf seiner Seite. Das Zusammensein in den Seminaren und das gemeinsame Lernen erwies sich als völlig locker und zwanglos. Er fühlte sich voll akzeptiert und empfand den Kontakt zu den jungen Leuten als sehr erfrischend. Auch eine Erfahrung, die er nicht missen möchte.

 

 

Schwerte, den 28. August 2006

 

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Alfred Hintz

Alfred Hintz



Stolpersteine

Projekt Stolpersteine

Auch im Rahmen der Aktion "Stolpersteine" hat Alfred Hintz mit seinen Arbeiten einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der neueren Stadtgeschichte geleistet.


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