Schon seit vielen Jahren arbeiten die katholische und die evangelische Kirchengemeinde vor Ort zusammen in der Altenarbeit, bei Trauungen, Friedensgottesdiensten, Schulfeiern, bei den Martinsumzügen und beim Weltgebetstag der Frauen. Junge und junggebliebene evangelische Gemeindemitglieder benutzen das katholische "Schwerter Liederbuch" mit großer Selbstverständlichkeit und alle Kinder - nicht nur die evangelischen - erhalten auf Wunsch in der St.Viktor-Kirche eine Taufkerze. Die Seniorenarbeit wird ganz selbstverständlich gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) organisiert.
Über die Grenzen der christlichen Konfessionen hinaus beten auch die Schwerter Muslimen in St.Viktor gemeinsam mit den anderen Gläubigen für den Frieden, und Gläubige aus der Moschee-Gemeinde werden regelmäßig in den Oekumene-Ausschuß der Gemeinde eingeladen.
Sichtbare Zeichen der ökumenischen Beziehungen in der St.Viktor-Kirche sind das anglikanische Vorzeigekreuz, ein Geschenk des Kirchenvorstandes von St.Ethelburga, der Partnergemeinde St.Leonards in Hastings, ein riesiges hölzernes Ei der russisch-orthodoxen St.Lazarus-Gemeinde in Pjatigorsk, Abendmahlskelche und ein Taufkästchen aus Russland sowie eine Ikone des Namenspatrons St.Viktor. Der siebenarmige Leuchter aus der ehemaligen Synagoge in der Großen Marktstraße soll auf auf die Wurzeln des christlichen Glaubens hinweisen und an das Leiden der jüdischen Gläubigen in Schwerte während der Zeit des Nationalsozialmus erinnern.