Seit Oktober 2006 besteht bei der SG Eintracht Ergste in der Schwimmabteilung die Möglichkeit „Sport in der Krebsnachsorge“ zu betreiben. Es ist damit in Schwerte die einzige Möglichkeit, betroffenen Patienten Wassergymnastik anzubieten. Betroffene und ihre Partner sind eingeladen, individuelle Leistungsmöglichkeiten auszutesten und das körperliche sowie das seelische Wohlbefinden zu halten, bzw. zu steigern. Erreicht werden soll es durch leichtes, moderates Ausdauertraining, das das Herz-Kreislaufsystem aktiviert und somit das Immunsystem fördert.
Bei Brustkrebspatientinnen wird insbesondere auf funktionelle Gymnastik des Schulter-Arm-Bereiches sowie auf die Halswirbelsäule geachtet. Übungen für die Lendenwirbelsäule, den Rücken und selbstverständlich den Lymphrückfluss in Armen und Beinen runden die Wassergymnastik ab. Kräftigung und Dehnung des gesamten Bewegungsapparates, Übungen zur Koordination dienen der ganzheitlichen Körperwahrnehmung. Kleine Spiele bringen viel Spaß, Krankheitsgedanken können für diese Zeit vergessen werden, das Denken wird in positive Bahnen gelenkt. Die Spiele bewirken nicht zuletzt, dass die Teilnehmer sich besser kennen lernen und die Kommunikation in der Gruppe auf lockere Art gefördert wird. Mit Entspannungsübungen klingt jede Stunde aus.
Die Wassergymnastik richtet sich ausdrücklich nicht nur an Patientinnen, sondern auch an betroffene Männer mit ihren unterschiedlichen Belastungen. Im Lehrschwimmbecken haben alle die Möglichkeit, sich im geschützten Raum weiterhin im Wasser zu bewegen. Geleitet wird die Wassergymnastik von einer für den „Sport in der Krebsnachsorge“ lizenzierten Übungsleiterin, eine ärztliche Fachkraft steht im Hintergrund zur Verfügung. Dadurch können die Kosten für die Wassergymnastik von den Krankenkassen voll übernommen werden, wenn eine Verordnung durch einen Arzt vorliegt.