Der Kunstverein Schwerte hat sich zum Ziel gesetzt, das Schwerter Publikum nicht nur mit Werken bereits renommierter Künstler bekannt zu machen, sondern auch qualifizierte, noch unbekannte Künstler vorzustellen und sie durch diese Möglichkeit der Ausstellung zu fördern.
In den vielen Jahren nach Gründung des Kunstvereins im Jahre 1987 hat sich bewiesen, dass sich in Schwerte ein Boden für die Kunst bereiten ließ. So war es in den vergangenen Jahren möglich, u.a. Werke von Claus Bury, Rune Mields, Maria Roosen, Horst Schuler, Emil Schumacher, Antoni Tapies, Rosemarie Trockel und Dorothee von Windheim auszustellen.
Bisher waren die Mitglieder - von einem städtischen Zuschuss abgesehen - in der Regel auf sich alleine gestellt. Sollte dieses hohe Engagement durch ein Sponsoring oder Mäzenatentum ergänzt werden können, würde der Verein gerne noch deutlichere Aktzente setzen, wie zum Beispiel durch den Aufbau einer kleinen eigenen Sammlung, für die mit den Schenkungen von Rosemarie Trockel, Bruneau, Ingrid Langanke und Ivan Popovic bereits ein kleiner Grundstock gelegt ist.
Vorstand Kunstverein Schwerte e.V.
1. Vorsitzender: Michael Schade
2. Vorsitzende: Ursula Jacobs
Künstlerische Leistung; Markus Karstieß und Christian Freudenberger
Kassiererin: Gisela Tebbel
Gründung
Ein Besuch der legendären Ausstellung "Chambres d'Amis" von 1986 in Gent stand am Anfang der Idee, in Schwerte einen Kunstverein ins Leben zu rufen. Mechthild Heimann und Ulfried Weingarten ergriffen die Initiative. Ein Jahr nach dem Tod von Josef Beuys zeigten sie (noch unter Federführung der Galerie, in der der künftige Kunstverein seinen ersten Standort gefunden hatte) in Schwerte als dem zweiten Ort in Deutschland die kompletten Zyklen seiner späten Druckgrafik. Die Ausstellung wurde von Vorträgen zu Werk und Gedankenwelt von Josef Beuys begleitet und fand ein überraschend positives Echo. An ihrem Ende fand die offizielle Gründungsversammlung statt, in der Michael Schade zum Vorsitzenden gewählt wurde.
Schon 1987 wurde mit Unterstützung des Kulturausschusses der Sprung gewagt, eigene Räume in der Kampstraße zu übernehmen. Daraus ergab sich aber, daß sich auch das Konzept ändern musste: Organisation und Durchführung von mindestens fünf Ausstellungen pro Jahr, Sicherstellung der Öffnungszeiten, Instandhaltung der Räume, Durchführung der Büro- und Verwaltungsarbeiten und vieles mehr. Die anfallende Arbeit konnte nur bewältigt werden, wenn sich eine größere Zahl von Mitgliedern zu einer regelmäßigen aktiven Mitarbeit bereitfinden würde. Und die Mitglieder waren und sind dazu bereit! Ihr Einsatz für die Kunst ging sogar noch erheblich weiter. Von Februar bis Oktober 1995 haben die Mitglieder des Kunstvereins fast ausschließlich in Eigenarbeit und in nahezu jeder freien Stunde und Wochenende für Wochenende daran gearbeitet, den historischen "Wuckenhof" umzubauen und die heruntergekommenen Räume des ehemaligen Kindergartens in angemessene Ausstellungsräume zu verwandeln.