Von den frühen Anfängen der Nutzung des Wassers und der Wasserkraft im Ruhrtal zeugt heute noch die Wasserkraftanlage und Pumpstation in Westhofen (Baubeginn 1918), welche seit 1922 nahezu unverändert in Betrieb ist. Die Ruhr wird hier mit einer kompletten Wehranlage angestaut, die über 6 Wehrfelder aufgebaut ist.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude enthält vier Turbinen zur Überbrückung von fünf Metern Wassergefälle.
Der Gedanke eine Wasserleitung zu bauen, um auch die Städte Dortmund und Hörde mit Wasser aus der Ruhr zu versorgen, geht auf das Jahr 1865 zurück. Die erste Pumpstation wurde mit einiger Verzögerung im Sommer 1871 - nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges - damals in Villigst erbaut.
Im Schwerter Raum wird der Wasserreichtum der Ruhr genutzt, um Trinkwasser zu gewinnen und um Strom zu erzeugen.
Die DEW (Dortmunder Energie und Wasser) betreibt im Wassergewinnungsgelände im Ruhrtal zwischen Holzwickede-Hengsen und Schwerte Westhofen drei Laufwasserkraftwerke, die in der Vergangenheit dazu dienten, für die Wasserförderung Pumpenergie zu erzeugen. Heute übernehmen dank verbesserter Steuerungstechniken die Wasserturbinen im Ruhrtal weitere Aufgaben und erzeugen neben mechanischer auch elektrische Energie - in Westhofen und Villigst im Jahresdurchschnitt 12 Mio kWh.